Posts mit dem Label 3 Lesezeichen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 3 Lesezeichen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

[Rezension] Für immer vielleicht von Cecelia Ahern









Autor: Cecelia Ahern

Titel: Für immer vielleicht
Verlag: Fischer Verlage
Seitenanzahl: 448
Genre: Roman
ISBN: 978-3-596-16134-8
Preis: 8,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Alex und Rosie kennen sich, seit sie fünf Jahre alt sind. Alex muss kurz vor dem Abi mit seinen Eltern von Irland nach Amerika ziehen. Rosie will nachkommen und Hotelmanagement studieren, doch dann wird sie schwanger. Und das nicht von Alex. Sie zieht ihre Tochter allein groß, Alex heiratet eine Amerikanerin. Erst nach Jahren ist er wieder solo - doch inzwischen ist auch Rosie verheiratet ... 

In all den Jahren bleiben Alex und Rosie in Kontakt. Nicht nur mit Briefen, auch mit E-Mails, Chatnachrichten, SMS und allem anderen, was man sich heutzutage so schreiben kann. Doch es ist wie verhext: Rosie und Alex sind einfach wie die Königskinder ...
(Quelle: Fischer Verlage)


Meine Meinung

"Für immer vielleicht" von Cecelia Ahern ist ein Buch voller Freundschaft und Liebe. Der Leser begleitet Rosie und Alex von ihrer Kindheit an und wird Zeuge ihrer engen Freundschaft mit all ihren Höhen und Tiefen. 

Das Buch besteht allein aus Briefen, Mails, Chats und kleinen Notizen, die sich Rosie und ihre Familie und Freunde die Jahre über geschrieben haben. Der ungewöhnliche Aufbau des Buches hat mir wirklich gut gefallen. So bekam man viele Informationen aus unterschiedlichen Richtungen und hat zu jeder Person eine gewisse Beziehung aufbauen können. Besonders im Vordergrund steht dabei allerdings Rosie, deren Leben alles andere als gradlinig verläuft. Rosie hatte ihr Leben nach der Schule perfekt geplant, doch erst zieht ihr bester Freund Alex ans andere Ende der Welt und dann spielt ihr das Schicksal auch noch einen kleinen Streich. Nichts von dem, was Rosie für sich geplant hatte, ist jetzt noch umzusetzen und so hangelt sie sich die nächsten Jahre mehr durchs Leben, als es wirklich zu genießen. 

Anfangs hatte mich die Geschichte um Rosie und Alex wirklich mitgerissen. Leider hat mich die Geschichte mit ihren Charakteren ab der Mitte nur noch genervt. Mich hat es gestört, dass die Charaktere scheinbar nur Entscheidungen treffen, die sie sowieso nicht glücklich machen, nur um sich schwierigen Situationen nicht zu stellen. Dadurch hatte ich die ganze Zeit das Gefühl von völlig verkorksten Leben und ich konnte leider kein Mitleid mit den Charakteren empfinden. Das Ende war mehr als vorhersehbar, aber in Anbetracht der "Verkorkstheit" hätte ich mir wirklich etwas anderes gewünscht.

Da jede Person natürlich seine Eigenheiten hat und auch Rechtschreibfehler dazu gehörten, bin ich zwischendurch immer wieder über Sätze gestolpert. An sich hat mir der Aufbau zwar gefallen und man ist dank der teilweise größzügigen Seitenaufteilung schnell durch die Seiten gekommen, aber dass (scheinbar) intelligente Erwachsene nicht richtig schreiben können, fand ich einfach nicht authentisch. Was bei den kindlichen Briefen noch irgendwie süß war, hat mich da einfach nur genervt. 

Ich bin gespannt, wie das Buch als Film umgesetzt wurde und werde mir diesen auf jeden Fall demnächst ansehen. Das Buch war für mich aber nur eine nette Geschichte für zwischendurch, die mich nicht sonderlich beeindruckt hat.

Fazit


Ein Buch, das mich leider - trotz interessanter Gestaltung - nicht erreichen konnte. Nervige Charaktere, die teilweise wirklich sinnlose Entscheidungen treffen, um sich das Leben absichtlich schwer zu machen. Leider ist sowas einfach nicht meins...



[Rezension] Die Sünde der Engel von Charlotte Link








Autor: Charlotte Link

Titel: Die Sünde der Engel
Verlag: blanvalet
Seitenanzahl: 336
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-442-37291-1
Preis: 8,95€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Janet Beerbaum würde alles für ihre Söhne tun. Den Zwillingen Maximilian und Mario zuliebe hat sie sogar vor Jahren auf ihre große Liebe verzichtet. Doch eines Tages erschüttert eine Katastrophe jäh das Leben aller Familienmitglieder. Und Janet erkennt zu ihrem Entsetzen, dass die Schatten der Vergangenheit sie noch immer verfolgen … (Quelle: randomhouse)


Meine Meinung

Wie für Charlotte Link üblich, gibt es auch in "Die Sünde der Engel" wieder verschiedene Sichten und Handlungsstränge, die am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfinden. Trotzdem unterscheidet sich dieses Buch meiner Meinung nach von den anderen. Die handelnden Personen liegen diesmal alle sehr nah beieinander. Es ist also eher ein Familiendrama als eine große Verschwörung oder ein umfassender Fall. 

Eigentlich soll Janet einen wichtigen Termin in Schottland wahrnehmen, der über den Verbleib ihres Sohnes entscheidet. Eigentlich hat sie zwei Söhne - Zwillinge -, doch einer von ihnen macht ihr und ihrer Familie das Leben sehr schwer. Maximilian ist seit Jahren in einer psychologischen Anstalt und ist kurz davor entlassen zu werden. Ein Umstand, der seine Familie auf ganz unterschiedliche Weise in Aufruhr versetzt. Sein Zwillingsbruder und er waren schon immer ein Herz und eine Seele, eigentlich wie eine Person. Die große Entfernung zwischen ihnen setzt beiden sehr zu. Sein Vater Philipp möchte ihn am liebsten für immer weggesperrt wissen. Und Janet scheint einfach nur verwirrt. Also sein Bruder Mario in seinen Semesterferien mit seiner Freundin in den Urlaub fährt, wird ein Chaos los getreten, das so ziemlichen jeden von ihnen in Schwierigkeiten bringt.

Mir fiel es recht schwer die einzelnen Charaktere ins Herz zu schließen, denn irgendwie machen sie alle einen ziemlich verrückten Anschein. So richtig normal war in dieser Geschichte wirklich niemand. Die gesamte Geschichte besteht eigentlich nur als Lügen, Betrügen und Schlechtmachen von Personen, die anders sind als man selbst. Zwar konnte ich die Geschichte gut nachvollziehen, trotzdem wirkte sie auf mich sehr konstruiert und gestellt. Das große Finale konnte mich leider auch nicht überraschen, da es meiner Meinung nach mehr als offensichtlich war. Im Nachhinein würde ich gerne nochmal in die Geschichte gehen und jedem Charakter den Kopf zurecht rütteln. 

Auch wenn sich die Geschichte wirklich sehr gut lesen ließ, hatte das Buch für mich einige Schwächen. Ich habe eindeutig schon bessere Bücher der Autorin gelesen! Trotzdem freue ich mich darauf noch mehr aus der Feder der Autorin zu lesen!


Fazit


Eine Geschichte mir sehr gewöhnungsbedürftigen Charakteren.. Trotzdem war das Buch spannend und konnte mich gut unterhalten!



[Rezension] Verstummt von Karin Slaughter









Autor: Karin Slaughter

Titel: Verstummt
Verlag: blanvalet
Seitenanzahl: 528
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-442-37221-8
Preis: 9,95€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Selbst der erfahrene Detective Michael Ormewood vom Atlanta Police Department ist schockiert, als er die grausam ermordete Frau vor sich sieht. Das Werk eines krankhaften Serienmörders? Alles deutet darauf hin. Michael wird daher gezwungen, mit Special Agent Will Trent zusammenzuarbeiten, einem Mann, dem er instinktiv misstraut. Und mit der Polizistin Angie Polaski, die verdeckt ermittelt und früher seine Geliebte war – bis sie sein Feind wurde. Nur wenig später verschafft sich das Böse dann Zutritt zu Michaels eigenem Haus. Und längst Vergangenes sickert in die Gegenwart, wie Gift in seine Adern …
(Quelle: randomhouse)



Meine Meinung

 "Verstummt" ist der erste Teil der Reihe, um Will Trent. Ich war gespannt, wie ein Karin Slaughter Buch ohne Sara und Jeffrey funktionieren kann, aber es kann! In diesem ersten Teil liegen Ekel, verstörende Vergangenheiten und Zuneigung sehr nah bei einander.

Will Trent ist ein sehr ungewöhnlicher Polizist. Er hat schreckliche Dinge in seiner Familie erlebt und ein Dasein im Kinderheim gefristet. Dort lernte er Angie kennen, die auch Jahrzehnte später noch die Hauptrolle in seinen Leben spielen sollte. Doch die beiden teilen eher eine verrückte Beziehung miteinander. Doch seine Vergangenheit ist nicht alles, was Will antreibt. Obwohl er nicht lesen kann, kämpft er sich durch schwierige Ermittlungen. 

Ein brutaler Mord an einer Prosituierten ruft Will auf den Plan. Die lokale Polizei ist alles andere als begeistert sich von außen bei den Ermittlungen helfen zu lassen, doch Will lässt nicht locker. Dieser Mord passt nämlich zu einer ganzen Reihe an Vergewaltigungen und Morden, die eine umfassendere Ermittlung benötigen. Die Beschreibungen der Opfer und des Vorgehens des Täters sind meiner Meinung nach wirklich nichts für schwache Nerven. Bei abgeschnittenen und abgebissenen Zungen dreht sich selbst mir der Magen um. 

Die Geschichte um die Ermittlungen wird aus verschiedenen Sichten erzählt. Neben dem lokalen Polzist Michael, Will und Angie, berichtet auch John, ein ehemalige Sexualstraftäter, aus seiner Sicht. Dieser Mix war meiner Meinung nach wirklich gelungen. So ergab sich auch eine Mischung aus blutigen Fällen und tiefgehenderen Hintergrundinformationen zu den Charakteren. Manche dieser Rückblenden war mir allerdings etwas zu langatmig. Leider war auch die Ausgang der Geschichte nach 200 Seiten mehr als deutlich, sodass es wenig Überraschungen gab. 

Der Schreibstil von Karin Slaughter ließ sich wie immer sehr gut und schnell lesen. Die Autorin weiß meiner Meinung nach einfach, wie man blutig und brutal schreibt. Leider gab es trotzdem immer wieder Längen, die mich beim Lesen gehemmt haben. Alles in allem ist es aber ein solider Thriller, der Luft nach oben lässt..

Fazit


Leider konnte mich der erste Band mit Will Trend nicht so richtig von sich überzeugen.
Auch wenn es viele blutige Szenen gab, waren einige Längen vorhanden, die das Buch weniger fesselnd machten. 





[Rezension] Wie die Luft zum Atmen von Brittainy C. Cherry*









Autor: Brittainy C. Cherry

Titel: Wie die Luft zum Atmen
Verlag: LYX
Seitenanzahl: 358
Genre: Roman
ISBN: 978-3-7363-0318-8
Preis: 9,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Er küsste mich, als würde er ertrinken. Er küsste mich, als wäre ich für ihn, wie die Luft zum Atmen Alle hatten mich vor Tristan Cole gewarnt, mich angefleht, ihm aus dem Weg zu gehen. »Er ist ein Monster, er ist verrückt, und er ist tief verletzt, Liz«, hatten sie gesagt. »Er ist nichts als die hässlichen Narben seiner Vergangenheit.« Doch was sie alle ignorierten, war die Tatsache, dass auch ich ein bisschen verrückt und tief verletzt war, dass auch ich Narben hatte. Und keiner von ihnen bemerkte, dass ich an Tristans Seite endlich wieder atmen konnte. Denn nicht zu vergessen, wie man atmete, das war das Schwierigste, wenn man ohne die Menschen leben musste, die man von ganzem Herzen liebte. (Quelle: Bastei Lübbe)


Meine Meinung

Vorab muss ich sagen, dass ich mittlerweile wirklich sehr viele positive Stimmen zu diesem ersten Teil der neuen Reihe von Brittainy C. Cherry gehört habe. Auch ich habe mich wirklich auf das Buch gefreut, da der Klappentext einfach nach einem wunderschönen und herzzerreißenden Buch klang. Leider hat mich das Buch aber nicht in dem Rahmen begeistert, den ich mir vorgestellt hatte. Es hat mich emotional einfach nicht erreicht, was bei dem Hintergrund der Geschichte wirklich schade ist..

Elizabeth ist am Boden zerstört. Ihr geliebter Mann hat sie und ihre kleine Tochter verlassen. Er wurde einfach mitten aus dem Leben gerissen und hinterlässt seine Familie, die diesen Verlust einfach nicht verarbeiten kann. Elizabeth flüchtet aus der Stadt und dem Haus, in dem sie mit ihrem Mann gelebt hat und zieht vorübergehend zu ihrer Mutter. Doch als es ihr eines Tages reicht, stellt sie sich ihrem alten Leben und den Menschen, die sie in der Stadt zurück gelassen hat.

Doch in der Heimat muss sie sich nicht nur ihren Freunden vor Ort stellen, sondern auch ihrem neuen Nachbarn. In einem sind sich alle Bewohner des Ortes sicher: Tristan ist ein Monster. Er ist gefühlslos und grenzt sich von allem ab. Doch Elizabeth merkt, dass mehr hinter seine Fassade steckt und sie beide tiefe Narben haben, bei deren Heilung sie Hilfe brauchen.

In diesem Buch geht es sehr viel um Trauer, Tod und auch darum wieder aufzustehen und sein Leben zu leben. Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Elizabeth als auch von Tristan erzählt. Dabei gibt es immer wieder Rückblenden in die Zeit, in der die Narben entstanden sind. Diese Erzählungen aus der Vergangenheit haben mich wirklich berührt. Die Vorstellung ist einfach furchtbar und ich habe mit den Charakteren mitgelitten. Die Gegenwart hingegen konnte mich leider gar nicht berühren. Das Kennenlernen von Elizabeth und Tristan und auch deren Annäherungen waren mir zu schnell und zu gestellt. Mir fiel es wirklich schwer das Ganze nachzuvollziehen.

Aber auch das Drumherum der Geschichte hat mir leider vieles madig gemacht. Elizabeths beste Freundin ist furchtbar überdreht und erfüllt so ziemlich jedes Klischee aus Sex and the City. Mir hat dieser plötzlich Sprung von Gefühlen zu sexbesessene "Tussi" einfach nicht gefallen. Auch die gesamte Nachbarschaft erfüllt jedes Klischee einer Kleinstadt. Mir fiel es dadurch ziemlich schwer die Geschichte ernst zu nehmen. Einziger Sonnenschein der Geschichte war für mich die kleine Emma, die Tochter von Elizabeth. Sie ist absolut herzig und aufgedreht. Man muss sie einfach gern haben!

Gegen Ende des Buches wurde mir diese sehr klischeebeladene Geschichte dann aber tatsächlich zu viel. Anscheinend wollte die Autorin noch etwas Spannung in das Buch bringen, was meiner Meinung nach aber unnötig war und für mich persönlich eher nach hinten los gegangen ist. Dadurch hat sich das Gefühl einer unrealistischen und einfach sehr konstruierten Geschichte nur noch verstärkt.

Der Schreibstil der Autorin ließ sich sehr gut lesen, auch wenn ich von den Zeitsprüngen manchmal sehr irritiert war. Zwar wird die Vergangenheit durch eine kursive Zwischenüberschrift eingeleitet, aber der Text geht dann (zumindest im eBook) quasi nahtlos (nur durch einen Absatz getrennt) in die Gegenwart über. Über diesen Sprung habe ich mich die ersten Male dann doch sehr gewundert.


Fazit


Insgesamt war die Geschichte leider nur "okay". Meine Erwartungen an eine emotionale Geschichte wurden leider nicht erfüllt. 




Vielen Dank an den LYX-Verlag und netgally für dieses Rezensionsexemplar!

[Rezension] Trinity - Verzehrende Leidenschaft von Audrey Carlan











Autor: Audrey Carlan

Titel: Trinitiy - Verzehrende Leidenschaft
Verlag: Ullstein
Seitenanzahl: 432
Genre: Erotik-Roman
ISBN: 9783548289342
Preis: 12,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Ich liebe dich. Ich will dich. Ich werde dich nie verlassen. Beim Gedanken an diese Worte bekommt Gillian Callahan Panik. Jahrelang wurde sie von ihrem gewalttätigen Ex-Freund misshandelt. Jetzt ist sie frei und arbeitet für Safe Haven, die Hilfsorganisation, der sie ihre Rettung verdankt. Das Thema Männer hat sie abgehakt. Bis sie bei einer Konferenz den Vorsitzenden von Safe Haven, Chase Davis, kennenlernt. Der attraktive Milliardär ist so sexy, dass Gillian schwindelig wird. Außerdem bekommt er immer, was er will – und er will Gillian. In ihr kämpfen Lust und Angst gegeneinander. Wird sie Chase vertrauen können? Ist sie bei ihm wirklich sicher? Und wie gefährlich ist ihre dunkle Vergangenheit?
(Quelle: Ullstein Buchverlage)


Meine Meinung

Nachdem alle Welt so begeistert von der "Calender-Girl"-Reihe war, wollte ich von der Autorin auch unbedingt mal ein Buch lesen. Da nun eine neue Reihe von ihr rauskommt, bzw. der erste Teil gerade erschienen ist, kam das wie gelegen. Leider war das Buch aber eher nicht nach meinem Geschmack und ich werde diese Reihe auch nicht weiterverfolgen..

Gigi hat für einen Buch-Charakter eine sehr interessante Vergangenheit. Sie wurde von ihrem Exfreund verprügelt und hat es irgendwie geschafft von ihm loszukommen. Diese Vergangenheit nagt natürlich bis heute an ihr und sie hat Schwierigkeiten andere Menschen nah an sich heranzulassen - das gilt vor allem für Männer. Nur mit ihren sogenannten Seelenschwestern, ihre besten Freundinnen teil sie einfach alles. Neben Gigi sind natürlich auch alle ihre Freundinnen atemberaubend schön - ein Umstand, den ich nicht wirklich realistisch fand, aber okay. 

Gigi arbeitet in einer Stiftung, die sich für misshandelte Frauen einsetzt, und geht darin voll auf. Doch dann lernt sie Chase kennen und ihr Leben bekommt einen neuen Mittelpunkt. Chase ist sehr reich und spendabel. Beide sind von Anfang an vernarrt ineinander und so kommt es schnell zum Äußersten. 

Eins muss ich vorweg sagen: dieses Buch ist voll mit Erotik. Das habe ich vorher nicht wirklich geahnt. Sicherlich konnte ich mir denken, dass es solche Szenen geben wird, aber nicht, dass es in fast jedem Kapitel nur darum geht. Gigi und Chase fallen ständig und überall übereinander her, wodurch das Buch für mich sehr eintönig und langweilig wurde. Die Beschreibungen und die Kommunikation um diese Szenen herum war einfach immer das selbe. Noch dazu empfand ich diese unglaubliche Anziehungskraft einfach als unrealistisch. Gigi und Chase reden kaum ein normales Wort miteinander. Auch nach dem Buch habe ich das Gefühl, dass sie sich eigentlich gar nicht kennen können. Erst am Ende des Buches gab es zwei interessantere Begebenheiten, über die dann aber viel zu schnell hinweg gegangen wurde. Insgesamt war mir die ganze Geschichte zu schnell und nicht authentisch genug. Vor allem "Konflikte" kamen mir sehr konstruiert und überzogen vor. Auch deren Auflösung geschieht quasi per Fingerschnipp..Wer gerne Sexszenen liest, kommt hier voll auf seine Kosten. Für mich war es aber leider nichts. Ich hätte mir einfach eine etwas tiefgründigere Geschichte gewünscht, gerade mit dem Aspekt der Misshandlung. 

Der Schreibstil war sehr umgangssprachlich und für meinen Geschmack zu vulgär. Ich habe tatsächlich nach der Hälfte des Buches alle Sexszenen übersprungen, weil ich es einfach nicht mehr lesen konnte. Ansonsten ließ sich das Buch aber sehr gut und schnell lesen. Erst gegen Ende kommt so etwas wie eine Geschichte auf, die das Buch ein bisschen interessanter machen würde. Leider wurde dies nur als Cliffhanger für das nächste Buch verwendet. Die Cover der Reihe finde ich eigentlich ganz schön, trotzdem werde ich sie nicht weiter verfolgen.


Fazit


Leider fehlt es diesem Buch an einer Geschichte.. Durch eine Aneinanderreihung von Sexszenen vergeht einem als Leser schnell die Lust an der Geschichte. Die Anziehung der Hauptprotagonisten entsteht sehr spontan und die gesamte "Beziehung" ist sehr überstürzt. Für mich leider zu unrealistisch und langweilig..




Vielen Dank an die Ullstein Buchverlage und netgally für dieses Rezensionsexemplar!

[Rezension] Kirschroter Sommer von Carina Bartsch








Autor: Carina Bartsch

Titel: Kirschroter Sommer
Verlag: rororo
Seitenanzahl: 512
Genre: Roman
ISBN: 978-3-499-22784-4
Preis: 9,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben? Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben? (Quelle: rowohlt)


Meine Meinung

Von dieser zweiteiligen Reihe habe ich schon so viel Gutes gehört - auf anderen Blogs und auf Youtube, dass ich super gespannt auf diese scheinbar überragende Geschichte war. Ich bin ein absoluter Fan von Liebesgeschichten und habe mich einfach unglaublich auf eine tolle Geschichte gefreut. Als ich die beiden Bücher dann auf Spotify als Hörbuch gefunden habe, war mein Glück perfekt. Allerdings hat sich diese Vorfreude schnell gelegt: Die Stimme der Sprecherin war überhaupt nicht meins. Für mich klang vieles abhackt, falsch betont und die Verteilung der Stimmen war mir ein Graus. Vor allem Emelys beste Freundin Alex ging mir alleine durch ihre Stimme schon ganz furchtbar auf den Keks.. Mir war es einfach zu knartschig, was mir das Zuhören etwas vermiest hat..

Aber nun zur Geschichte: Emely ist mir ihrer besten Freundin Alex und deren großen Bruder Elyas aufgewachsen. Doch als sie in das gewisse Alter gekommen ist, merkt sie, dass sie eigentlich ziemlich verliebt in Elyas ist. Doch anstatt sich auf sie einzulassen hackt er auf ihr herum und bricht ihr damit das Herz. Viele Jahre später treffen die drei nun in Berlin wieder auf einander, denn sie studieren alle an der gleichen Universität. Alex und Emely sind nach wie vor beste Freundinnen, doch Elyas ist für Emely nur noch ein Hassobjekt. 

Emely war mir durch und durch zu kindisch. Man bekommt viel von ihrer Gedankenwelt mit, die allerdings sehr beschränkt ist. Sie mauert sich total zu und ist nicht mal zu anständigen Gesprächen fähig. Ihr Zynismus ist zwar an manchen Stellen ganz lustig und hat auch mich zum Schmunzeln gebracht, aber auf die Dauer ist auch das schwer zu ertragen. Dieser künstliche Hass hat mich irgendwann nur noch genervt. Aber auch Elyas ging mir echt auf den Keks. Wenn ich jemanden kennen lernen würde und er würde mich ständig "Schatz" oder "Engel" nennen, würde ich den Kerl absolut nicht ernst nehmen. Mich hat dieses Getue unglaublich genervt. Wahrscheinlich passen sie deswegen perfekt zusammen, aber für mich wäre keiner der beiden ein Charakter zum Anhimmeln..

Alex war für mich aber der schlimmste Charakter. Sie ist die Art beste Freundin, die keiner braucht. Nicht nur ihre nervige Stimme, sondern auch ihr Verhalten gingen einfach gar nicht. Sie ist rücksichtslos, falsch und hinterlistig. Für mich alles keine Eigenschaften einer besten Freundin, aber muss ja jeder selbst wissen mit wem er sich abgibt ;)

Mich konnte das Buch insgesamt daher leider wenig überzeugen. Die Geschichte an sich ist ganz süß, aber durch die Charaktere nur schwer zu ertragen. Auch das Ende des Buches ist nicht wirklich nach meinem Geschmack und ich bin mir jetzt wirklich unsicher, ob ich mir den zweiten Teil überhaupt noch anhöre. Natürlich will man wissen, wie die Geschichte ausgeht, aber dazu hat es mich dann vielleicht doch zu wenig begeistert..

Fazit


Eine ganz nette Geschichte, die für mich durch ihre anstregenden und nervigen Charaktere dominiert wurde. Leider ging dadurch vieles verloren...




[Rezension] Der Weihnachtshund von Daniel Glattauer








Autor: Daniel Glattauer

Titel: Der Weihnachtshund
Verlag: Goldmann
Seitenanzahl: 224
Genre: Roman 
ISBN: 978-3-442-46762-4
Preis: 8,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Max will vor Weihnachten flüchten und auf die Malediven fliegen. Dabei ist ihm Kurt, sein Hund, im Weg. Kurt war leider eine Fehlinvestition. Er schläft meistens. Und wenn er sich bewegt, dann höchstens irrtümlich. Katrin wird demnächst dreißig und leidet unter Eltern, die darunter leiden, dass sie noch keinen Mann fürs Leben gefunden hat. Mit Weihnachten kommt der Höhepunkt des familiären Leidens auf sie zu. Da tritt plötzlich Kurt in Erscheinung. Katrin mag zwar keine Hunde, aber Kurt bringt sie auf eine Idee … (Quelle: randomhouse)


Meine Meinung


Der Weihnachtshund ist eine Geschichte wie ein Adventskalender. Die Geschichte beginnt am 01.12. und bis zum Heiligen Abend bildet jeder Tag in eigenes Kapitel. Insgesamt hat die ganze Geschichte sehr wenig Seiten und ist daher schnell weggelesen. Die Sprache ließ sich zwar gut lesen, aber es gab immer wieder Begriffe, die mir im Deutschen nicht bekannt waren (ich schätze es war österreichisch).

Max ist ein - mehr oder weniger - begeisterter Besitzer eines Hundes, Kurt. Kurt ist eher ein genüsslicher Mitbewohner. Den ganzen Tag liegt er schlafend unter dem Sessel und ist auch zum Gassi gehen nur schwer zu überreden. Dieses Jahr hat sein Herrchen Max keine Lust Weihnachten in der Heimat zu verbringen und bucht einen Urlaub. Doch wohin mit dem Hund? Ins Tierheim will er ihn nicht geben und deswegen sucht er eine Privatperson, die Kurt für die Zeit zu sich nimmt. Hierdurch lernt er Katrin kennen. Auch sie hat keine Lust auf das typische Weihnachten bei ihren Eltern und ein Hund zu Hause wäre das die perfekte Ausrede. Dieses Weihnachten ist etwas ganz Besonderes, denn es ist auch ihr dreißigster Geburtstag. Bei dem Verhalten ihrer Eltern kann ich das sogar verstehen, denn die beiden sind alles andere als normal. Um die Chemie zwischen Katrin und Kurt auszuprobieren treffen sich die drei des öfteren und so lernen sich auch Max und Katrin näher kennen und vergucken sich ein bisschen in einander. Trotzdem gibt es immer etwas, was zwischen ihnen steht.

Die Geschichte wird an sich aus drei Sichten erzählt. Hauptsächlich bekommt man in der dritten Person die Gefühle und Handlungen von Kerstin und Max geschildert. Aber auch Kurt hat kurze Auftritte. Durch die Wahl der Perspektive konnten die Geschichte aber keinerlei Emotionen vermitteln. Auch die Sprache und der Humor des Buches konnten mich nicht erreichen. Zwar gab es viele Wortwitze, die aber nicht meinem Humor entsprechen. Für mich war die Geschichte eher ziemlich zäh und enthielt keine Überraschungen. Leider konnte die Geschichte auch keine Weihnachtsstimmung in mir hervorrufen...


Fazit


Der spezielle Humor des Autors konnte mich leider gar nicht erreichen. Die Geschichte war für mich ziemlich emotionslos und langatmig. Weihnachtsstimmung kam bei mir auf jeden Fall nicht auf..


[Rezension] Der Anfang vom Happy End von Emma Garcia*








Autor: Emma Garcia

Titel: Der Anfang vom Happy End
Verlag: blanvalet
Seitenanzahl: 448
Genre: Roman
ISBN: 978-3-442-38082-4
Preis: 9,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Ich. Bin. Nicht. Schwanger. Hoffentlich. 
 Was kommt nach dem Happy End? Das wahre Leben! Mit den Waffen einer modernen Frau hat Vivienne Summers ihre große Liebe Max dank Facebook und Co. erobert. Doch als sie endlich in seine Arme fliegt, ist ihr ein bisschen schwindelig – und das nicht nur vor Glück. Denn Schwangerschaftstests lügen nicht – zumindest dann nicht, wenn frau es am nötigsten hätte! Wird Max der guten Nachricht gewachsen sein? Und wie kann ihre Mutter in Sekundenschnelle zur Überoma in spe mutieren? Eines ist Vivienne bald klar: Nach dem Happy End ist vor dem Chaos …

Meine Meinung

Jetzt wo ich das Buch gelesen habe und den Klappentext noch einmal lese, fällt mir auf, dass dieser für mich eigentlich wenig passend ist. Der Klappentext verspricht ja fast eine aufopfernde Suche nach der Großen Liebe, tatsächlich aber, beginn das Buch schon damit, dass Vivienne auf dem Weg zu ihrer großen Liebe ist. Zwar wird ihre Suche kurz erläutert, aber ehrlich gesagt, war das eher am Rand und wurde von mir als ironische Äußerung abgestempelt. Vivienne geht es schon auf diesem besagten Flug schlecht und die Angst vor einer möglichen Schwangerschaft ist gegeben. Dies liegt allerdings nicht nur an Max, denn auch Vivienne fühlt sich nicht gerade bereit für eine so große Verantwortung. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema Schwangerschaft schiebt sie eine ganze Weile vor sich her, bis sie es sich selbst und auch Max eingesteht. Dieses Verhalten zeigt schon ihr recht naives Vorgehen im Leben. Vivienne war mir als Charakter etwas zu anstrengend. Sie ist sehr überschwänglich, leichtgläubig und lässt sich von anderen ziemlich viel gefallen. Zwar tut sie manchmal so als habe sie eine eigene Meinung, aber ich als Leser habe ihr das - genauso wie die anderen Charaktere des Buches -  nie abgenommen. Eine Sache gibt es, die mir Vivienne als Charakter zerstört hat. Ich finde, es ist ein Unding Alkohol zu trinken, wenn man weiß, dass man Schwanger ist. Und das kommt nicht etwa einmal vor.. Nein, es zieht sich durch das gesamte Buch. Auch ihre Mutter war alles andere als ein sympathischer Charakter, aber das ist von der Autorin auch so gewollt. Viel schlimmer finde ich, dass Vivienne sich so sehr von ihr manipulieren lässt. Viviennes große Liebe Max war mir dagegen schon sympathischer. Zwar ist er ein einnahmsloser Künstler und lebt etwas zu sehr in den Tag hinein, aber immerhin weiß er, was im Leben wichtig ist und setzt sich dafür ein. 

Spannend am Buch fand ich, eine Frau von den Anfängen ihrer Schwangerschaft bis hin zur Geburt auf so leichte Art und Weise zu begleiten. Das Buch enthält viele kleine Anekdoten über die Schwangerschaft und die Mutter-Kind-Beziehung, was das Buch aufgelockert hat. Aber auch der Schreibstil war sehr frisch und leicht. Die Seiten ließen sich sehr schnell weglesen. Leider hat sich die Autorin mit ihrem Hauptcharakter meiner Meinung nach aber keinen Gefallen getan. Vivienne hat mir einfach zu klischeehaft gehandelt und war für ihr Alter zu unüberlegt. Natürlich führt dies aber auch zu den Situationen, die den Leser unterhalten sollen. Schade finde ich allerdings, dass es keine finale Aussprache zwischen Vivienne und ihrer Mutter gab. Nach all dem hin und her hätte ich mir da wenigstens noch eine Konsequenz gewünscht. Die verwendete Auflösung passt für mich zwar zur Geschichte und auch zu den Charakteren, sie lässt das Buch insgesamt aber recht morallos erscheinen. Insgesamt ist das Buch aber eine gute Geschichte für zwischendurch, die perfekt für leichte Unterhaltung sorgt.

Fazit


Ein Roman über die Unannehmlichkeiten einer Schwangerschaft und die Konsequenzen einer schwierigen Mutter-Tochter-Beziehung. Ein frischer Roman für zwischendurch!





Vielen Dank an den blanvalet-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

[Rezension] Über den Wolken scheint immer die Sonne von Frances Whiting









Autor: Frances Whiting

Titel: Über den Wolken scheint immer die Sonen
Verlag: blanvalet
Seitenanzahl: 480
Genre: Roman
ISBN: 978-3-7341-0132-8
Preis: 9,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Als Lulu an einem Morgen im August die Augen aufschlägt, liegt er neben ihr: Joshua – wunderschön und ihr so vertraut wie kein anderer Mann. Es ist der Tag nach der Hochzeit, doch hat Joshua nicht Lulu sein Ja-Wort gegeben, sondern ihrer besten Freundin Annabelle ... Einst waren die beiden Frauen unzertrennlich – bis eine bittere Enttäuschung Lulus Vertrauen und ihren Glauben an die große Liebe zutiefst erschütterte. Doch auch wenn das Leben manchmal herbe Rückschläge bereithält: Was wirklich zählt, sind Familie, Freundschaft und die unbezahlbaren Momente des Glücks! (Quelle: randomhouse)


Meine Meinung

Auch bei diesem Buch hat mich mal wieder das Cover sehr angesprochen und mich in Versuchung gebracht. Der Klappentext klang für mich nach einem typischen Frauenroman, der ein bisschen Humor verspricht. Tatsächlich habe ich während des Lesens aber schnell festgestellt, dass das Buch für mich etwas ganz anderes bereithält.

Das Buch beginnt damit, dass Lulu am Tag der Hochzeit ihrer besten Freundin mit einem Mann im Bett aufwacht. Allerdings handelt es sich dabei nicht um irgendeinen Junggesellen, sondern um den Bräutigam selbst. Vorrangig erzählt das Buch aber Lulus Lebensgeschichte. Der Leser lernt Lulu als junges Schulmädchen kennen, das sich mit dem neuen Mädchen in der Klasse anfreundet - ihre spätere beste Freundin Annabelle. Auch wenn ich diese Freundschaft anfangs ganz nett fand, hat sie mich doch irgendwann genervt. Annabelle ist meiner Meinung nach einfach keine gute Freundin: sie ist manipulativ, egozentrisch und einfach nicht nett. Da das ganze Buch auf dieser Freundschaft aufbaut, konnte es mich leider nicht so erreichen, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, wie man einer so falschen Freundin sein Leben lang hinterher rennen kann.. Das hat mir sowohl Lulu als auch Annabelle irgendwie unsympathisch gemacht. Neben den Ereignissen in der Vergangenheit switcht das Buch aber auch immer wieder in die Gegenwart zurück und der Leser begleitet Lulu nach ihrem Fehltritt. 

Zum Glück besteht Lulus Leben aber nicht nur aus der Freundschaft zu Annabelle. Überraschender Weise sind weite Strecken des Buches sehr emotional und regen den Leser zum Nachdenken an. Themen wie psychische Krankheiten oder Krebs und der Verlust von geliebten Menschen spielen ebenso eine Rolle. Dieser Part des Buches hat mir hingegen wirklich gut gefallen.

Leider wurde meiner Meinung nach das Buch am Ende sehr gestreckt. Es wurden so viele Handlungsstränge aufgemacht, die noch beendet werden sollten, dass sich das Ende nahezu endlos angefühlt hat. Vieles davon war mir persönlich einfach zu viel des Guten. Trotzdem bin ich sehr gut durch das Buch gekommen. Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Schauplätze waren sehr bildlich beschrieben und ich konnte mich gut in die Gegend einfinden. Trotzdem hat für mich die Freundschaft zwischen Annabelle und Lulu vieles kaputt gemacht. Letztendlich scheint Lulu sich eher ihrem Schicksal zu ergeben anstatt ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, was mir persönlich viel besser gefallen hätte. 

Fazit


Ein guter Roman für zwischendurch, der überraschend ernste Themen behandelt.
Trotzdem hat mir das Handeln der beiden Freundinnen ein bisschen den Spaß an der Geschichte genommen.



[Rezension] Das Café der guten Wünsche von Marie Adams*









Autor: Marie Adams

Titel: Das Café der guten Wünsche
Verlag: blanvalet
Seitenanzahl: 336
Genre: Roman
ISBN: 978-3-7341-0278-3
Preis: 8,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Julia führt mit ihren Freundinnen Laura und Bernadette ein kleines Café mit einem ganz besonders charmanten Konzept: Jedem Gast wird heimlich ein guter Wunsch hinterhergeschickt. Julia wundert sich nicht, dass alle Gäste das Café glücklicher verlassen, schließlich glaubt sie an die Macht der guten Gedanken – die auch ihre große Liebe Jean zurückbringen soll. Alle anderen Männer hält sie deshalb auf Abstand – bis Robert sich mit (anfangs) unlauteren Mitteln in ihr Herz schleicht. Ist es seine Schuld, dass auf einmal manches schiefläuft? Oder braucht sie nicht nur Glück, sondern auch eine große Portion Mut, um sich wirklich auf die Liebe einzulassen?
(Quelle: randomhouse)


Meine Meinung

"Das Café der guten Wünsche" hat mich direkt mit seinem Cover angesprochen. Ich finde es einfach total schön! Der Klappentext klang für mich fast ein bisschen übernatürlich, worauf ich mich schon gefreut hatte. Allerdings musste ich feststellen, dass das mit den Wünschen etwas anders funktioniert, als ich mir das vorgestellt hatte.

Julias Großmutter hat ihren beiden Enkelkindern ein altes Haus vermacht, in dem nicht nur Wohnungen liegen, sondern auch ein Café, das die Oma früher selbst betrieben hat. In Gedenken an ihre Großmutter führt Julia das Café mit ihren Freundinnen Laura und Bernadette weiter. Doch die drei haben geheime Regeln für ihr Café und ihre Mitarbeiter: jedem Gast wird ein guter Wunsch mit auf den Weg gegeben. Dabei verlassen sich die drei ganz auf ihre Intuition und es zeigt Wirkung, denn ihre Gäste verlassen das Café immer mit einem guten Gefühl. 

Julia ist allerdings alles andere als eine Geschäftsfrau. Sie ist etwas blauäugig und sehr vertrauensselig. Dadurch ist Julia zwar sehr freundlich und eine sehr warmherzige Person, aber auch diese Lebenseinstellung hat nicht nur vorteile. Sie verlässt sich bei allen Entscheidungen gerne auf ihr Gefühl, bzw. auf Zeichen, die ihr gesandt werden. Auch wenn Julia dadurch natürlich einige schwere Entscheidungen abgenommen werden, konnte ich mit ihrer doch naiven Lebenseinstellung nicht so richtig viel anfangen. Ihre Freundinnen Laura und Bernadette waren mir da schon sympathischer! Die beiden glauben zwar auch an die Wirkung der guten Wünsche, aber sie laufen dann doch nicht ganz so ziellos und naiv durch die Welt.

Natürlich spielt auch eine Liebesgeschichte eine Rolle in diesem Roman, aber wirklich überzeugt hat mich diese leider nicht. Für mich als Leser waren die entstandenen Gefühle etwas an den Haaren herbei gezogen. Dadurch, dass das Buch in der dritten Person geschrieben wurde, konnte ich mich in keinen der Charaktere so richtig hineinversetzen und die Gefühle nicht so recht nachvollziehen. Für mich hätte es da ruhig noch ein bisschen tiefgehender sein können. Natürlich sind 336 Seiten jetzt auch nicht gerade viel.

Insgesamt ließ sich das Buch aber sehr gut und schnell lesen. Der Schreibstil war sehr flüssig und die Idee finde ich auch nach wie vor interessant. Ich hatte mir nur eine ganz andere Auslegung dieser Idee vorgestellt. Was mir leider wirklich gefehlt hat, war eine klare Abgrenzung der Kapitel. Das gesamte Buch besteht quasi nur aus einem Kapitel. Sichtwechsel erkennt man zwar daran, dass der nächste Abschnitt mit einem größeren Buchstaben beginnt, aber die Gestaltung empfand ich trotzdem als unübersichtlich. Ich bin mir aber sicher, dass auch dieser Roman seine Anhänger finden wird, für mich war er leider mehr ein schöner Roman für zwischendurch.


Fazit


Ein schöner Roman für Zwischendurch!
Vor allem für die Leser, die an die Kraft der Wünsche glauben! 





Vielen Dank an den blanvalet für dieses Rezensionsexemplar!