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[Rezension] Secret Sins - Stärker als das Schicksal von Geneva Lee*








Autor: Geneva Lee

Titel: Secret Sins
Verlag: blanvalet
Seitenanzahl: 352
Genre: New Adult
ISBN: 978-3-7341-0477-0
Preis: 12,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Faith Kane hält sich und ihren kleinen Sohn Max mit einem Job als Kellnerin mühsam über Wasser. Männern hat sie seit Jahren abgeschworen – bis sie Jude Mercer begegnet, ausgerechnet bei einem Treffen für Suchtkranke. Faith ist klar: Ein Mann, den man an einem solchen Ort kennenlernt – selbst wenn er so attraktiv ist wie Jude –, bedeutet nichts als Ärger. Doch schnell muss sie erkennen, dass bei Jude nichts ist, wie es scheint. Auch er hütet Geheimnisse, ebenso wie sie selbst, und er weiß mehr über Faith, als sie ahnt … (Quelle: randomhouse)



Meine Meinung

Nachdem mir der Auftakt der Royal-Passion-Reihe nicht so ganz zugesagt hatte, wollte ich die Autorin eigentlich erst einmal umgehen. Nun schien aber dieser Einzelband so ganz anders zu sein als ihre New-Adult-Reihe. Auch die ersten begeisterten Stimmen zu diesem Buch haben mir wirklich neugierig gemacht und ich wollte der Autorin doch noch einmal eine Chance geben. 

Im Gegensatz zu der Royal-Passion-Reihe hat dieses Buch  mehr Tiefgang und eine emotionalere Geschichte. Faith hat im Laufe ihres Lebens einige Fehlentscheidungen getroffen und ist vom rechten Weg abgekommen. Familiäre Schwierigkeiten, Drogen und ihre Zwillingsschwester haben sie zu dem gemacht, was sie heute ist. Faith kommt gerade so über die Runden und kümmert sich neben ihrem Job auch noch aufopferungsvoll um ihren Sohn Max. Seit Jahren besucht sie die Selbsthilfegruppe für Suchtkranke. Doch als Jude Mercer das erste mal zur Tür hereinkommt, weiß sie, dass er Ärger bedeuten wird. Jude ist ein Mann, wie man ihn selten trifft: er ist gut aussehend, reich und hat ein Helfersyndrom. Faith Gedanken und ihr Verhalten hat mich zu Anfang sehr irritiert. Mir schien es, als hätte sie schon beschlossen, dass die beiden zusammengehören, ohne jemals eine Reaktion von ihm in diese Richtung erhalten zu haben. Dieses Verhalten hat mich die erste Hälfte des Buches wirklich genervt. Mir fehlte einfach eine normale Unterhaltung oder irgendetwas, um diese Anziehungskraft nachvollziehen zu können. Ab der Hälfte wurde die Geschichte für mich aber immer interessanter! Der Leser erfährt viel über Faith und ihre Vergangenheit (was mich ehrlich gesagt auch über weite Strecken des Buches verwirrt hat). Gerade diese Einblicke in die Vergangenheit haben mir persönlich aber sehr gut gefallen. 

Das Buch spielt zum großen Teil in der Gegenwart, in der der Leser Faith aktuelle Situation und ihre Annäherung an Jude erfährt. Immer wieder geht die Autorin aber auch auf ihre Vergangenheit ein, sodass der Leser versteht wie Faith geworden ist, wer sie heute ist. Für mich hatten gerade die Blicke in die Vergangenheit viele Emotionen und "Oha"-Momente. Auch wenn hinter der Geschichte mehr steckt, als ich anfangs gedacht hätte, konnte mich gerade die Gegenwart nicht richtig mitreißen. Ein paar Eröffnungen haben mir einfach zu lange gedauert und alles in allem war mir vieles mal wieder zu einfach und zu rosig. Auch wenn ich zwischendurch echt genervt war, warum niemand mit der Sprache rausrückt, war ich natürlich gespannt auf das Ende.

Das Buch ließ sich sehr gut und auch schnell lesen. Vor allem die zweite Hälfte des Buches habe ich verschlungen. Am Anfang hatte ich eher Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden und mich mit dem Hauptcharakter anzufreunden. Letzteres habe ich bis zum Ende leider nicht geschafft. Für mich war Faith absolut keine Sympathieträgerin. Insgesamt hatte das Buch viel Schönes, aber auch einiges, was ich nicht so gerne mochte. Trotzdem gefiel mir dieses Buch schon besser als "Royal Passion".


Fazit


Für mich war dieses Buch eher ein dramatischer Roman mit erotischen Szenen und weniger ein gewohntes New-Adult-Buch. Trotzdem konnte mich das Buch vor allem gegen Ende mitreißen!




Vielen Dank an den blanvalet-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!




Ihr wollt noch weitere Meinungen zu dem Buch lesen? Dann schaut hier vorbei:


[Rezension] Die Saat von Fran Ray













Autor: Fran Ray

Titel: Die Saat
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 510
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-8387-0318-3
Preis: 4,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Paris. In einem Labor wird ein Wissenschaftler grausam hingerichtet. Uganda. In einem Krankenhaus sterben Menschen an einer rätselhaften Gehirnkrankheit. Rouen. Im Gefängnis sagt eine Umweltaktivistin eine schreckliche Katastrophe voraus. All dies ist erst der Anfang eines Geschehens, das das Leben auf der Erde für immer verändern soll... (Quelle: Bastei Lübbe)


Meine Meinung

Nachdem mir "Helix" von Marc Elsberg gut gefallen hat, wollte ich gerne noch mehr Thriller aus der wissenschaftlichen Richtung lesen. Auch "Die Saat" geht in eine ähnliche Richtung, denn auch hier spielt Genmanipulation eine entscheidende Rolle. Verbunden wird das Ganze mit mysteriösen Morden an Wissenschaftlern.

Das Buch beginnt direkt spektakulär. Prof. Frost, ein Genforscher, wird in Paris auf bestialische Weise ermordet. Sein Kopf wird abgetrennt und ein Rattenkopf stattdessen aufgenäht. Die Polizei ist entsetzt, doch ein Zeuge und die Nachricht, die der Mörder hinterlassen hat, führen sie auf die Spuren von Großunternehmen und Forschungseinrichtungen. In einem zweiten Handlungsstrang begleitet der Leser einen Schriftsteller, der nach einer Dienstreise nach Hause kommt und seine tote Frau vorfindet. Sie hat ihm nichts hinterlassen als einen Brief, in dem "Es tu tmir leid" und eine Bibelstelle steht. Zusammen mit einer Journalistin begibt er sich auf eigenständige Ermittlungen und begibt auch sich selbst dabei in Gefahr.

Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und fand die Vertonung sehr angemessen. Die Sprache und Stimme des Sprechers hat sehr gut zur Geschichte gepasst. Da das Buch viele verschiedene Handlungsstränge hat und auch französische Namen vor kommen, fiel es mir manchmal schwer die Personen ihren Geschichten zuzuordnen. Die wichtigsten Personen ließen sich allerdings schnell identifizieren! Ansonsten konnte ich der Geschichte gut folgen!

An sich hat mir die Geschichte ganz gut gefallen. Leider konnte es aber nicht mit "Helix" mithalten. Eigentlich war "Die Saat" eher ein normaler Thriller, wo die Morde eben im wissenschaftlichen Bereich stattfanden. Mir hat die intensive Auseinandersetzung mit der Genforschung hier etwas gefehlt. Trotzdem war die Geschichte interessant, aber richtig überzeugen konnte sie mich leider nicht.

Fazit


Ein netter Thriller für zwischendurch, dem es aber leider an Wissenschaftlichkeit fehlt. Ich hätte mir einen tieferen Einblick in die Forschung und die radikalen Veränderungen gewünscht..



[Rezension] Sei mein Frosch von Julia Bähr*









Autor: Julia Bähr

Titel: Sei mein Frosch
Verlag: blanvalet
Seitenanzahl: 320
Genre: Roman
ISBN: 978-3-442-38324-5
Preis: 8,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Zwar hat Viola ihren Traumjob als Anwältin ergattert, doch der Alltag mit zickigen Vorzimmerdrachen, schnöseligen Kollegen und dem eitlen Chef ist kaum auszuhalten. Sie braucht dringend Abwechslung – am besten in Form eines Dates. Bei einer Onlinebörse flirtet Viola unter falschem Namen ausgerechnet mit dem einen Kerl, mit dem sie nicht flirten darf: dem Ex-Date ihrer besten Freundin. Und als Viola dann auch noch von ihrem kontrollsüchtigen Chef auf dem Portal entdeckt wird, muss sie sich ein echt gutes Plädoyer für ihr Gefühlschaos überlegen …
(Quelle: randomhouse)


Meine Meinung

Mit "Sei mein Frosch" von Julia Bähr habe ich mal eine neue Autorin im Bereich der leichten Frauenromanen ausprobiert und habe eine wirklich nette Geschichte erhalten. Wer also auf der Suche nach einem schönen Buch für die sommerlicheren Tage ist, ist hier genau richtig!

Viola arbeitet als Anwältin in einer Kanzlei aus der Hölle. Ihr Chef ist ein Chauvinist und hat die Sozialkompetenz eines Toastbrotes. Auch die Vorzimmerdame scheint irgendwie über Viola zu stehen und dann ist da noch der heiße Kollege, der sie einfach ignoriert. Vor allem in der Kanzlei kam es aufgrund dieser Konstellation zu einigen witzigen Szenen. Aber auch ihr Privatleben hält den Leser auf Trapp. Ihre beste Freundin erlebt für ihre Kolumne ein unterhaltsames Date nach dem nächsten, ihre WG-Mitbewohner beginnen eine offenherzige Affaire und bei ihr selbst will es einfach nicht klappen mit dem Mann fürs Leben. Doch das will Viola nicht auf sich sitzen lassen und probiert alles - auch die Sache mit dem Online-Dating, an die sie eigentlich nicht glaubt.

Wie es sich für einen guten Frauenroman gehört, ließ sich dieses Buch wirklich sehr gut und schnell lesen. Die Seiten sind, auch dank der humorvollen Szenen, nur so verflogen. Das Buch hat mich für kurze Zeit wirklich gut unterhalten. Nur leider war es mir einfach zu kurz. Die Geschichte ist sehr komprimiert auf die unterhaltsamen Szenen, wodurch mir persönlich der Beziehungsaufbau und die Nachvollziehbarkeit von Beziehungen etwas zu kurz gekommen sind. Ich hätte mir da doch etwas mehr Tiefgang gewünscht. So allerdings kam es mir vor, als wäre ich nur so durch die Geschichte gehetzt. Da das Buch wirklich wenig Seiten hat, hätten ein paar mehr sicherlich nicht geschadet.

Trotzdem ist es gerade für heiße Sommertage oder für den Urlaub ein perfekter Begleiter. Das Buch ist wirklich sehr leicht und unterhält durch lockeren Humor. Das Cover finde ich total süß und auch der Titel verspricht einem genau das, was man zu erwarten hat. 

Fazit


Ein schöner Roman für zwischendurch, dem es leider etwas an Tiefe fehlte. Trotzdem glänz er mit Humor und Leichtigkeit!




Vielen Dank an den blanvalet-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

[Rezension] Türkisgrüner Winter von Carina Bartsch









Autor: Carina Bartsch

Titel: Türkisgrüner Winter
Verlag: rororo
Seitenanzahl: 464
Genre: Roman
ISBN: 978-3-499-22791-2
Preis: 9,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Gut aussehend, charmant und mit einer Prise Arroganz raubt er Emely den letzten Nerv: Elyas, der Mann mit den türkisgrünen Augen. Besonders zu Halloween spukt er in ihrem Kopf herum. Doch was bezweckt er eigentlich mit seinen Avancen? Und wieso verhält er sich nach dem ersten langen Kuss mit einem Mal so abweisend? Nur gut, dass Emelys anonymer E-Mail-Freund Luca zu ihr hält. Das noch ausstehende Treffen mit Luca sorgt für ein mulmiges Gefühl. Dann verstummt auch er. Hat Emely alles falsch gemacht? (Quelle: Rowohlt)


Meine Meinung

So richtig umhauen konnte mich schon der erste Teil ("Kirschroter Sommer") leider nicht so richtig. Schon dort fand ich die Charaktere recht anstrengend und die Stimme der Hörbuchsprecherin unangenehm. Den zweiten Teil habe ich mir nun trotzdem angehört, weil ich etwas Leichtes für zwischendurch haben wollte. Dafür ist das Buch auf jeden Fall genau richtig!

Trotzdem konnte mich auch dieser Teil nicht so richtig von sich überzeugen. Zwar haben mir die Charaktere - zumindest bis zur Mitte des Buches - etwas besser gefallen, aber ihre Nervigkeit war leider weiterhin vorhanden. Emely scheint eigentlich ein ganz bodenständiges Mädchen zu sein, aber ihre Gedanken und ihre Taten waren für mich wirklich haarsträubend. Letztendlich ist sie sehr kindlich und naiv, was mich einfach nicht begeistern konnte. Elyas konnte ich im ersten Teil wirklich gar nicht leiden - zumindest das hat sich hier etwas gebessert. Emelys beste Freundin Alex fand ich allerdings auch weiterhin wirklich furchtbar.

Mein größter Minuspunkt an diesem Buch ist, dass es mich einfach nicht mitreißen konnte und erreicht hat. Ich konnte nicht mit den Charakteren mitfiebern, weil sie sich sowieso nur dumm angestellt haben, und fand die Geschichte und die Gefühle einfach zu konstruiert. Das liegt wahrscheinlich daran, dass durch den kindlichen Witz des Buches Gefühle einfach nicht so richtig transportiert werden konnten. Vor allem aber das Ende hat mich aber fertig gemacht -  aber nicht weil die Geschichte so spannend war, sondern weil sie mich zu Tode gelangweilt hat. Über eine wirklich sehr sehr lange Zeit wurde am Ende wirklich ALLES noch einmal durchgekaut und erklärt, was mir dann wirklich alles kaputt gemacht hat. Es war sogar so schlimm, dass ich das Hörbuch fast noch kurz vor Ende abgebrochen hätte - einfach uninteressant sowas.

Leider muss ich auch sagen, dass ich die Hörbuchsprecherin einfach nicht mag. Vielleicht sind die Charaktere weniger ätzend, wenn man ihnen selbst eine Stimme gibt, aber diese Vertonung fand ich wirklich nervig. Auch die Betonung der Wörter und die ganze Sprechmelodie war irgendwie kindlich und ungewohnt. Leider war das einfach nicht meins. Auch wenn mir die Geschichte im zweiten Teil etwas besser gefallen hat, bleibt für mich das Fazit, dass mich diese Liebesgeschichte wirklich gar nicht überzeugen konnte.

Fazit


Leider konnte mich auch dieser Teil nicht von sich überzeugen. Neben den nervigen Charakteren hat mir vor allem das Ende die ganze Geschichte durch Langeweile ziemlich vermiest.





Die Reihe:
2) Türkisgrüner Winter 

[Rezension] Für immer vielleicht von Cecelia Ahern









Autor: Cecelia Ahern

Titel: Für immer vielleicht
Verlag: Fischer Verlage
Seitenanzahl: 448
Genre: Roman
ISBN: 978-3-596-16134-8
Preis: 8,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Alex und Rosie kennen sich, seit sie fünf Jahre alt sind. Alex muss kurz vor dem Abi mit seinen Eltern von Irland nach Amerika ziehen. Rosie will nachkommen und Hotelmanagement studieren, doch dann wird sie schwanger. Und das nicht von Alex. Sie zieht ihre Tochter allein groß, Alex heiratet eine Amerikanerin. Erst nach Jahren ist er wieder solo - doch inzwischen ist auch Rosie verheiratet ... 

In all den Jahren bleiben Alex und Rosie in Kontakt. Nicht nur mit Briefen, auch mit E-Mails, Chatnachrichten, SMS und allem anderen, was man sich heutzutage so schreiben kann. Doch es ist wie verhext: Rosie und Alex sind einfach wie die Königskinder ...
(Quelle: Fischer Verlage)


Meine Meinung

"Für immer vielleicht" von Cecelia Ahern ist ein Buch voller Freundschaft und Liebe. Der Leser begleitet Rosie und Alex von ihrer Kindheit an und wird Zeuge ihrer engen Freundschaft mit all ihren Höhen und Tiefen. 

Das Buch besteht allein aus Briefen, Mails, Chats und kleinen Notizen, die sich Rosie und ihre Familie und Freunde die Jahre über geschrieben haben. Der ungewöhnliche Aufbau des Buches hat mir wirklich gut gefallen. So bekam man viele Informationen aus unterschiedlichen Richtungen und hat zu jeder Person eine gewisse Beziehung aufbauen können. Besonders im Vordergrund steht dabei allerdings Rosie, deren Leben alles andere als gradlinig verläuft. Rosie hatte ihr Leben nach der Schule perfekt geplant, doch erst zieht ihr bester Freund Alex ans andere Ende der Welt und dann spielt ihr das Schicksal auch noch einen kleinen Streich. Nichts von dem, was Rosie für sich geplant hatte, ist jetzt noch umzusetzen und so hangelt sie sich die nächsten Jahre mehr durchs Leben, als es wirklich zu genießen. 

Anfangs hatte mich die Geschichte um Rosie und Alex wirklich mitgerissen. Leider hat mich die Geschichte mit ihren Charakteren ab der Mitte nur noch genervt. Mich hat es gestört, dass die Charaktere scheinbar nur Entscheidungen treffen, die sie sowieso nicht glücklich machen, nur um sich schwierigen Situationen nicht zu stellen. Dadurch hatte ich die ganze Zeit das Gefühl von völlig verkorksten Leben und ich konnte leider kein Mitleid mit den Charakteren empfinden. Das Ende war mehr als vorhersehbar, aber in Anbetracht der "Verkorkstheit" hätte ich mir wirklich etwas anderes gewünscht.

Da jede Person natürlich seine Eigenheiten hat und auch Rechtschreibfehler dazu gehörten, bin ich zwischendurch immer wieder über Sätze gestolpert. An sich hat mir der Aufbau zwar gefallen und man ist dank der teilweise größzügigen Seitenaufteilung schnell durch die Seiten gekommen, aber dass (scheinbar) intelligente Erwachsene nicht richtig schreiben können, fand ich einfach nicht authentisch. Was bei den kindlichen Briefen noch irgendwie süß war, hat mich da einfach nur genervt. 

Ich bin gespannt, wie das Buch als Film umgesetzt wurde und werde mir diesen auf jeden Fall demnächst ansehen. Das Buch war für mich aber nur eine nette Geschichte für zwischendurch, die mich nicht sonderlich beeindruckt hat.

Fazit


Ein Buch, das mich leider - trotz interessanter Gestaltung - nicht erreichen konnte. Nervige Charaktere, die teilweise wirklich sinnlose Entscheidungen treffen, um sich das Leben absichtlich schwer zu machen. Leider ist sowas einfach nicht meins...



[Rezension] Die Sünde der Engel von Charlotte Link








Autor: Charlotte Link

Titel: Die Sünde der Engel
Verlag: blanvalet
Seitenanzahl: 336
Genre: Kriminalroman
ISBN: 978-3-442-37291-1
Preis: 8,95€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Janet Beerbaum würde alles für ihre Söhne tun. Den Zwillingen Maximilian und Mario zuliebe hat sie sogar vor Jahren auf ihre große Liebe verzichtet. Doch eines Tages erschüttert eine Katastrophe jäh das Leben aller Familienmitglieder. Und Janet erkennt zu ihrem Entsetzen, dass die Schatten der Vergangenheit sie noch immer verfolgen … (Quelle: randomhouse)


Meine Meinung

Wie für Charlotte Link üblich, gibt es auch in "Die Sünde der Engel" wieder verschiedene Sichten und Handlungsstränge, die am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfinden. Trotzdem unterscheidet sich dieses Buch meiner Meinung nach von den anderen. Die handelnden Personen liegen diesmal alle sehr nah beieinander. Es ist also eher ein Familiendrama als eine große Verschwörung oder ein umfassender Fall. 

Eigentlich soll Janet einen wichtigen Termin in Schottland wahrnehmen, der über den Verbleib ihres Sohnes entscheidet. Eigentlich hat sie zwei Söhne - Zwillinge -, doch einer von ihnen macht ihr und ihrer Familie das Leben sehr schwer. Maximilian ist seit Jahren in einer psychologischen Anstalt und ist kurz davor entlassen zu werden. Ein Umstand, der seine Familie auf ganz unterschiedliche Weise in Aufruhr versetzt. Sein Zwillingsbruder und er waren schon immer ein Herz und eine Seele, eigentlich wie eine Person. Die große Entfernung zwischen ihnen setzt beiden sehr zu. Sein Vater Philipp möchte ihn am liebsten für immer weggesperrt wissen. Und Janet scheint einfach nur verwirrt. Also sein Bruder Mario in seinen Semesterferien mit seiner Freundin in den Urlaub fährt, wird ein Chaos los getreten, das so ziemlichen jeden von ihnen in Schwierigkeiten bringt.

Mir fiel es recht schwer die einzelnen Charaktere ins Herz zu schließen, denn irgendwie machen sie alle einen ziemlich verrückten Anschein. So richtig normal war in dieser Geschichte wirklich niemand. Die gesamte Geschichte besteht eigentlich nur als Lügen, Betrügen und Schlechtmachen von Personen, die anders sind als man selbst. Zwar konnte ich die Geschichte gut nachvollziehen, trotzdem wirkte sie auf mich sehr konstruiert und gestellt. Das große Finale konnte mich leider auch nicht überraschen, da es meiner Meinung nach mehr als offensichtlich war. Im Nachhinein würde ich gerne nochmal in die Geschichte gehen und jedem Charakter den Kopf zurecht rütteln. 

Auch wenn sich die Geschichte wirklich sehr gut lesen ließ, hatte das Buch für mich einige Schwächen. Ich habe eindeutig schon bessere Bücher der Autorin gelesen! Trotzdem freue ich mich darauf noch mehr aus der Feder der Autorin zu lesen!


Fazit


Eine Geschichte mir sehr gewöhnungsbedürftigen Charakteren.. Trotzdem war das Buch spannend und konnte mich gut unterhalten!



[Rezension] Verstummt von Karin Slaughter









Autor: Karin Slaughter

Titel: Verstummt
Verlag: blanvalet
Seitenanzahl: 528
Genre: Thriller
ISBN: 978-3-442-37221-8
Preis: 9,95€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Selbst der erfahrene Detective Michael Ormewood vom Atlanta Police Department ist schockiert, als er die grausam ermordete Frau vor sich sieht. Das Werk eines krankhaften Serienmörders? Alles deutet darauf hin. Michael wird daher gezwungen, mit Special Agent Will Trent zusammenzuarbeiten, einem Mann, dem er instinktiv misstraut. Und mit der Polizistin Angie Polaski, die verdeckt ermittelt und früher seine Geliebte war – bis sie sein Feind wurde. Nur wenig später verschafft sich das Böse dann Zutritt zu Michaels eigenem Haus. Und längst Vergangenes sickert in die Gegenwart, wie Gift in seine Adern …
(Quelle: randomhouse)



Meine Meinung

 "Verstummt" ist der erste Teil der Reihe, um Will Trent. Ich war gespannt, wie ein Karin Slaughter Buch ohne Sara und Jeffrey funktionieren kann, aber es kann! In diesem ersten Teil liegen Ekel, verstörende Vergangenheiten und Zuneigung sehr nah bei einander.

Will Trent ist ein sehr ungewöhnlicher Polizist. Er hat schreckliche Dinge in seiner Familie erlebt und ein Dasein im Kinderheim gefristet. Dort lernte er Angie kennen, die auch Jahrzehnte später noch die Hauptrolle in seinen Leben spielen sollte. Doch die beiden teilen eher eine verrückte Beziehung miteinander. Doch seine Vergangenheit ist nicht alles, was Will antreibt. Obwohl er nicht lesen kann, kämpft er sich durch schwierige Ermittlungen. 

Ein brutaler Mord an einer Prosituierten ruft Will auf den Plan. Die lokale Polizei ist alles andere als begeistert sich von außen bei den Ermittlungen helfen zu lassen, doch Will lässt nicht locker. Dieser Mord passt nämlich zu einer ganzen Reihe an Vergewaltigungen und Morden, die eine umfassendere Ermittlung benötigen. Die Beschreibungen der Opfer und des Vorgehens des Täters sind meiner Meinung nach wirklich nichts für schwache Nerven. Bei abgeschnittenen und abgebissenen Zungen dreht sich selbst mir der Magen um. 

Die Geschichte um die Ermittlungen wird aus verschiedenen Sichten erzählt. Neben dem lokalen Polzist Michael, Will und Angie, berichtet auch John, ein ehemalige Sexualstraftäter, aus seiner Sicht. Dieser Mix war meiner Meinung nach wirklich gelungen. So ergab sich auch eine Mischung aus blutigen Fällen und tiefgehenderen Hintergrundinformationen zu den Charakteren. Manche dieser Rückblenden war mir allerdings etwas zu langatmig. Leider war auch die Ausgang der Geschichte nach 200 Seiten mehr als deutlich, sodass es wenig Überraschungen gab. 

Der Schreibstil von Karin Slaughter ließ sich wie immer sehr gut und schnell lesen. Die Autorin weiß meiner Meinung nach einfach, wie man blutig und brutal schreibt. Leider gab es trotzdem immer wieder Längen, die mich beim Lesen gehemmt haben. Alles in allem ist es aber ein solider Thriller, der Luft nach oben lässt..

Fazit


Leider konnte mich der erste Band mit Will Trend nicht so richtig von sich überzeugen.
Auch wenn es viele blutige Szenen gab, waren einige Längen vorhanden, die das Buch weniger fesselnd machten. 





[Rezension] Wie die Luft zum Atmen von Brittainy C. Cherry*









Autor: Brittainy C. Cherry

Titel: Wie die Luft zum Atmen
Verlag: LYX
Seitenanzahl: 358
Genre: Roman
ISBN: 978-3-7363-0318-8
Preis: 9,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Er küsste mich, als würde er ertrinken. Er küsste mich, als wäre ich für ihn, wie die Luft zum Atmen Alle hatten mich vor Tristan Cole gewarnt, mich angefleht, ihm aus dem Weg zu gehen. »Er ist ein Monster, er ist verrückt, und er ist tief verletzt, Liz«, hatten sie gesagt. »Er ist nichts als die hässlichen Narben seiner Vergangenheit.« Doch was sie alle ignorierten, war die Tatsache, dass auch ich ein bisschen verrückt und tief verletzt war, dass auch ich Narben hatte. Und keiner von ihnen bemerkte, dass ich an Tristans Seite endlich wieder atmen konnte. Denn nicht zu vergessen, wie man atmete, das war das Schwierigste, wenn man ohne die Menschen leben musste, die man von ganzem Herzen liebte. (Quelle: Bastei Lübbe)


Meine Meinung

Vorab muss ich sagen, dass ich mittlerweile wirklich sehr viele positive Stimmen zu diesem ersten Teil der neuen Reihe von Brittainy C. Cherry gehört habe. Auch ich habe mich wirklich auf das Buch gefreut, da der Klappentext einfach nach einem wunderschönen und herzzerreißenden Buch klang. Leider hat mich das Buch aber nicht in dem Rahmen begeistert, den ich mir vorgestellt hatte. Es hat mich emotional einfach nicht erreicht, was bei dem Hintergrund der Geschichte wirklich schade ist..

Elizabeth ist am Boden zerstört. Ihr geliebter Mann hat sie und ihre kleine Tochter verlassen. Er wurde einfach mitten aus dem Leben gerissen und hinterlässt seine Familie, die diesen Verlust einfach nicht verarbeiten kann. Elizabeth flüchtet aus der Stadt und dem Haus, in dem sie mit ihrem Mann gelebt hat und zieht vorübergehend zu ihrer Mutter. Doch als es ihr eines Tages reicht, stellt sie sich ihrem alten Leben und den Menschen, die sie in der Stadt zurück gelassen hat.

Doch in der Heimat muss sie sich nicht nur ihren Freunden vor Ort stellen, sondern auch ihrem neuen Nachbarn. In einem sind sich alle Bewohner des Ortes sicher: Tristan ist ein Monster. Er ist gefühlslos und grenzt sich von allem ab. Doch Elizabeth merkt, dass mehr hinter seine Fassade steckt und sie beide tiefe Narben haben, bei deren Heilung sie Hilfe brauchen.

In diesem Buch geht es sehr viel um Trauer, Tod und auch darum wieder aufzustehen und sein Leben zu leben. Die Geschichte wird sowohl aus der Sicht von Elizabeth als auch von Tristan erzählt. Dabei gibt es immer wieder Rückblenden in die Zeit, in der die Narben entstanden sind. Diese Erzählungen aus der Vergangenheit haben mich wirklich berührt. Die Vorstellung ist einfach furchtbar und ich habe mit den Charakteren mitgelitten. Die Gegenwart hingegen konnte mich leider gar nicht berühren. Das Kennenlernen von Elizabeth und Tristan und auch deren Annäherungen waren mir zu schnell und zu gestellt. Mir fiel es wirklich schwer das Ganze nachzuvollziehen.

Aber auch das Drumherum der Geschichte hat mir leider vieles madig gemacht. Elizabeths beste Freundin ist furchtbar überdreht und erfüllt so ziemlich jedes Klischee aus Sex and the City. Mir hat dieser plötzlich Sprung von Gefühlen zu sexbesessene "Tussi" einfach nicht gefallen. Auch die gesamte Nachbarschaft erfüllt jedes Klischee einer Kleinstadt. Mir fiel es dadurch ziemlich schwer die Geschichte ernst zu nehmen. Einziger Sonnenschein der Geschichte war für mich die kleine Emma, die Tochter von Elizabeth. Sie ist absolut herzig und aufgedreht. Man muss sie einfach gern haben!

Gegen Ende des Buches wurde mir diese sehr klischeebeladene Geschichte dann aber tatsächlich zu viel. Anscheinend wollte die Autorin noch etwas Spannung in das Buch bringen, was meiner Meinung nach aber unnötig war und für mich persönlich eher nach hinten los gegangen ist. Dadurch hat sich das Gefühl einer unrealistischen und einfach sehr konstruierten Geschichte nur noch verstärkt.

Der Schreibstil der Autorin ließ sich sehr gut lesen, auch wenn ich von den Zeitsprüngen manchmal sehr irritiert war. Zwar wird die Vergangenheit durch eine kursive Zwischenüberschrift eingeleitet, aber der Text geht dann (zumindest im eBook) quasi nahtlos (nur durch einen Absatz getrennt) in die Gegenwart über. Über diesen Sprung habe ich mich die ersten Male dann doch sehr gewundert.


Fazit


Insgesamt war die Geschichte leider nur "okay". Meine Erwartungen an eine emotionale Geschichte wurden leider nicht erfüllt. 




Vielen Dank an den LYX-Verlag und netgally für dieses Rezensionsexemplar!

[Rezension] Trinity - Verzehrende Leidenschaft von Audrey Carlan











Autor: Audrey Carlan

Titel: Trinitiy - Verzehrende Leidenschaft
Verlag: Ullstein
Seitenanzahl: 432
Genre: Erotik-Roman
ISBN: 9783548289342
Preis: 12,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Ich liebe dich. Ich will dich. Ich werde dich nie verlassen. Beim Gedanken an diese Worte bekommt Gillian Callahan Panik. Jahrelang wurde sie von ihrem gewalttätigen Ex-Freund misshandelt. Jetzt ist sie frei und arbeitet für Safe Haven, die Hilfsorganisation, der sie ihre Rettung verdankt. Das Thema Männer hat sie abgehakt. Bis sie bei einer Konferenz den Vorsitzenden von Safe Haven, Chase Davis, kennenlernt. Der attraktive Milliardär ist so sexy, dass Gillian schwindelig wird. Außerdem bekommt er immer, was er will – und er will Gillian. In ihr kämpfen Lust und Angst gegeneinander. Wird sie Chase vertrauen können? Ist sie bei ihm wirklich sicher? Und wie gefährlich ist ihre dunkle Vergangenheit?
(Quelle: Ullstein Buchverlage)


Meine Meinung

Nachdem alle Welt so begeistert von der "Calender-Girl"-Reihe war, wollte ich von der Autorin auch unbedingt mal ein Buch lesen. Da nun eine neue Reihe von ihr rauskommt, bzw. der erste Teil gerade erschienen ist, kam das wie gelegen. Leider war das Buch aber eher nicht nach meinem Geschmack und ich werde diese Reihe auch nicht weiterverfolgen..

Gigi hat für einen Buch-Charakter eine sehr interessante Vergangenheit. Sie wurde von ihrem Exfreund verprügelt und hat es irgendwie geschafft von ihm loszukommen. Diese Vergangenheit nagt natürlich bis heute an ihr und sie hat Schwierigkeiten andere Menschen nah an sich heranzulassen - das gilt vor allem für Männer. Nur mit ihren sogenannten Seelenschwestern, ihre besten Freundinnen teil sie einfach alles. Neben Gigi sind natürlich auch alle ihre Freundinnen atemberaubend schön - ein Umstand, den ich nicht wirklich realistisch fand, aber okay. 

Gigi arbeitet in einer Stiftung, die sich für misshandelte Frauen einsetzt, und geht darin voll auf. Doch dann lernt sie Chase kennen und ihr Leben bekommt einen neuen Mittelpunkt. Chase ist sehr reich und spendabel. Beide sind von Anfang an vernarrt ineinander und so kommt es schnell zum Äußersten. 

Eins muss ich vorweg sagen: dieses Buch ist voll mit Erotik. Das habe ich vorher nicht wirklich geahnt. Sicherlich konnte ich mir denken, dass es solche Szenen geben wird, aber nicht, dass es in fast jedem Kapitel nur darum geht. Gigi und Chase fallen ständig und überall übereinander her, wodurch das Buch für mich sehr eintönig und langweilig wurde. Die Beschreibungen und die Kommunikation um diese Szenen herum war einfach immer das selbe. Noch dazu empfand ich diese unglaubliche Anziehungskraft einfach als unrealistisch. Gigi und Chase reden kaum ein normales Wort miteinander. Auch nach dem Buch habe ich das Gefühl, dass sie sich eigentlich gar nicht kennen können. Erst am Ende des Buches gab es zwei interessantere Begebenheiten, über die dann aber viel zu schnell hinweg gegangen wurde. Insgesamt war mir die ganze Geschichte zu schnell und nicht authentisch genug. Vor allem "Konflikte" kamen mir sehr konstruiert und überzogen vor. Auch deren Auflösung geschieht quasi per Fingerschnipp..Wer gerne Sexszenen liest, kommt hier voll auf seine Kosten. Für mich war es aber leider nichts. Ich hätte mir einfach eine etwas tiefgründigere Geschichte gewünscht, gerade mit dem Aspekt der Misshandlung. 

Der Schreibstil war sehr umgangssprachlich und für meinen Geschmack zu vulgär. Ich habe tatsächlich nach der Hälfte des Buches alle Sexszenen übersprungen, weil ich es einfach nicht mehr lesen konnte. Ansonsten ließ sich das Buch aber sehr gut und schnell lesen. Erst gegen Ende kommt so etwas wie eine Geschichte auf, die das Buch ein bisschen interessanter machen würde. Leider wurde dies nur als Cliffhanger für das nächste Buch verwendet. Die Cover der Reihe finde ich eigentlich ganz schön, trotzdem werde ich sie nicht weiter verfolgen.


Fazit


Leider fehlt es diesem Buch an einer Geschichte.. Durch eine Aneinanderreihung von Sexszenen vergeht einem als Leser schnell die Lust an der Geschichte. Die Anziehung der Hauptprotagonisten entsteht sehr spontan und die gesamte "Beziehung" ist sehr überstürzt. Für mich leider zu unrealistisch und langweilig..




Vielen Dank an die Ullstein Buchverlage und netgally für dieses Rezensionsexemplar!

[Rezension] Kirschroter Sommer von Carina Bartsch








Autor: Carina Bartsch

Titel: Kirschroter Sommer
Verlag: rororo
Seitenanzahl: 512
Genre: Roman
ISBN: 978-3-499-22784-4
Preis: 9,99€ 
Coverrechte liegen beim genannten Verlag

Inhalt


Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben? Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben? (Quelle: rowohlt)


Meine Meinung

Von dieser zweiteiligen Reihe habe ich schon so viel Gutes gehört - auf anderen Blogs und auf Youtube, dass ich super gespannt auf diese scheinbar überragende Geschichte war. Ich bin ein absoluter Fan von Liebesgeschichten und habe mich einfach unglaublich auf eine tolle Geschichte gefreut. Als ich die beiden Bücher dann auf Spotify als Hörbuch gefunden habe, war mein Glück perfekt. Allerdings hat sich diese Vorfreude schnell gelegt: Die Stimme der Sprecherin war überhaupt nicht meins. Für mich klang vieles abhackt, falsch betont und die Verteilung der Stimmen war mir ein Graus. Vor allem Emelys beste Freundin Alex ging mir alleine durch ihre Stimme schon ganz furchtbar auf den Keks.. Mir war es einfach zu knartschig, was mir das Zuhören etwas vermiest hat..

Aber nun zur Geschichte: Emely ist mir ihrer besten Freundin Alex und deren großen Bruder Elyas aufgewachsen. Doch als sie in das gewisse Alter gekommen ist, merkt sie, dass sie eigentlich ziemlich verliebt in Elyas ist. Doch anstatt sich auf sie einzulassen hackt er auf ihr herum und bricht ihr damit das Herz. Viele Jahre später treffen die drei nun in Berlin wieder auf einander, denn sie studieren alle an der gleichen Universität. Alex und Emely sind nach wie vor beste Freundinnen, doch Elyas ist für Emely nur noch ein Hassobjekt. 

Emely war mir durch und durch zu kindisch. Man bekommt viel von ihrer Gedankenwelt mit, die allerdings sehr beschränkt ist. Sie mauert sich total zu und ist nicht mal zu anständigen Gesprächen fähig. Ihr Zynismus ist zwar an manchen Stellen ganz lustig und hat auch mich zum Schmunzeln gebracht, aber auf die Dauer ist auch das schwer zu ertragen. Dieser künstliche Hass hat mich irgendwann nur noch genervt. Aber auch Elyas ging mir echt auf den Keks. Wenn ich jemanden kennen lernen würde und er würde mich ständig "Schatz" oder "Engel" nennen, würde ich den Kerl absolut nicht ernst nehmen. Mich hat dieses Getue unglaublich genervt. Wahrscheinlich passen sie deswegen perfekt zusammen, aber für mich wäre keiner der beiden ein Charakter zum Anhimmeln..

Alex war für mich aber der schlimmste Charakter. Sie ist die Art beste Freundin, die keiner braucht. Nicht nur ihre nervige Stimme, sondern auch ihr Verhalten gingen einfach gar nicht. Sie ist rücksichtslos, falsch und hinterlistig. Für mich alles keine Eigenschaften einer besten Freundin, aber muss ja jeder selbst wissen mit wem er sich abgibt ;)

Mich konnte das Buch insgesamt daher leider wenig überzeugen. Die Geschichte an sich ist ganz süß, aber durch die Charaktere nur schwer zu ertragen. Auch das Ende des Buches ist nicht wirklich nach meinem Geschmack und ich bin mir jetzt wirklich unsicher, ob ich mir den zweiten Teil überhaupt noch anhöre. Natürlich will man wissen, wie die Geschichte ausgeht, aber dazu hat es mich dann vielleicht doch zu wenig begeistert..

Fazit


Eine ganz nette Geschichte, die für mich durch ihre anstregenden und nervigen Charaktere dominiert wurde. Leider ging dadurch vieles verloren...