Blogtour zu "Nächstes Jahr am selben Tag" von Colleen Hoover - Tag 3

3/12/2017



Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zum dritten Tag unserer Blogtour zu Colleen Hoovers neuestem Buch "Nächstes Jahr am selben Tag" (oder im Original "November 9"). Nachdem euch bereits vorgestern Nine die Charaktere etwas näher vorgestellt hat und Denise euch viele interessante Fakten zum 9. November berichtet hat, widme ich mich heute einem ernsteren Thema. 

Fallon, die Hauptprotagonistin dieses Buches, hat ein unverwechselbares und zugleich tragisches Merkmal: große Teile ihres Körpers sind durch Narben entstellt. Dies gilt für ihren Köper genauso wie für ihr Gesicht. Die Narben ihres Körpers lassen sich durch Kleidung sehr gut verstecken, doch ihr Gesicht ist für jeden sichtbar. Dieser "Makel" hat nicht nur Auswirkungen auf ihre Karriere, sondern vor allem auf ihr Selbstbewusstsein. Doch was ist dieses Selbstbewusstsein überhaupt? Und woher hat Fallon ihre negative Einstellung zu sich selbst? 

Zum Selbstbewusstsein gibt es verschiedene Definitionen. Grob gesagt, ist Selbstbewusstsein das Bild, das eine Person von sich selbst hat. Das Selbstbewusstsein, aber auch die Persönlichkeit, wird durch verschiedenen Erfahrungen geprägt. Deshalb spielt auch die Meinung anderer bei der Bildung von Selbstbewusstsein eine große Rolle. Bestimmte Charakterzuschreibungen und Meinungen anderer Menschen, können das Selbstbewusstsein des Individuums positiv oder negativ beeinflussen (Quelle 1). Fallons Selbstzweifel sind daher nur nachvollziehbar. Sie hat durch ihren "Makel" schon harte Misserfolge erlebt und ihr Vater stärkt ihr auch nicht gerade den Rücken. Ich denke, jeder kann sich in ihre Gefühle und Befürchtungen einfühlen. Es muss schwer sein, bei einem so offensichtlichen Merkmal nicht auf die Blicke der anderen zu achten und über die Wirkung auf andere Menschen nachzudenken. Fallons Beschäftigung mit ihrem Äußeren und die Versuche ihre Narben zu verstecken, kann wohl jeder verstehen.

Doch es gibt es auch psychische Störungen, deren Patienten ein ähnliches Bild wie Fallon zeigen. Zum einen gibt es eine selbstunsichere Persönlichkeitsstörung deren Patienten ständig unsicher sind und sich minderwertig fühlen. Gleichzeitig sehnen sich diese Menschen aber auch danach akzeptiert und gemocht zu werden. Aus diesen Gründen meiden sie oft Situationen, in denen sie mit Ablehnung konfrontiert werden könnten. Menschen mit dieser Persönlichkeitsstörung reagieren sehr sensibel auf Zurückweisung und Kritik. Außerdem halten sie sich selbst oft für unattraktiv und unterlegen gegenüber anderen Menschen (Quelle 2). Natürlich sind Fallons Narben die Ursache für all diese Empfindungen. Doch auch Umwelteinflüsse, wie das negative Verhalten ihres Vaters, spielen bei der Entwicklung einer solchen Störung eine Rolle. Aber auch eine körperdysmorphe Störung kann für Fallons Verhalten verantwortlich sein. Patienten mit dieser Störung setzen sich sehr kritisch mit ihrem Äußeren auseinander. Sie verschwenden viel Zeit mit ihrem Aussehen und leben in ständiger Sorge um das eigene Erscheinungsbild. Oft konzentriert sich diese Sorge aber auch nur auf einzelne Körperteile oder wie in Fallons Beispiel auf die Narben, die sie kennzeichnen. Patienten mit dieser Störung beschäftigen sich, genauso wie Fallon, viel damit, wie sie ihre Makel verstecken können und wie sie auf andere wirken könnten (Quelle 3). 

Wie aber lassen sich Selbstzweifel bekämpfen? In den oben genannten Fällen, ist natürlich in erster Linie ein Kontakt zu einem Psychotherapeuten ratsam. Doch auch Menschen, die nicht krankhaft an ihrem Selbst verzweifeln, können ihren Teufel auf der Schulter im Zaum halten:

1) Setz dich mit deinen Zweifeln auseinander - sind sie wirklich realistisch?
2) Stelle dich deinen Ängsten und konfrontiere dich mit deinen Zweifeln!
3) Suche dir Menschen, die dich aufrichten und nicht runterziehen!
4) Sprech mit Freunden über deine Zweifel - du wirst sehen, du stehst nicht alleine da.
5) Stelle realistische Anforderungen an dich selbst!
6) Schreibe täglich deine Erfolge auf!
7) Achte auf eine aufrechte Körperhaltung - das gibt dir gleich ein ganz anderes Gefühl!
8) Notiere dir deine eigenen Stärken und verlass dich auf diese.
9) Tritt für dich selbst ein und steh zu deiner Meinung!
10) Akzeptiere, dass du nicht perfekt sein musst!


Kennt ihr außerdem das Impostor-Syndrom? Dieses Syndrom beschreibt das Gefühl ein Hochstapler zu sein, auch wenn man keiner ist - eine extreme Form der Selbstzweifel. Das Syndrom beschreibt das Gefühl, dass andere Menschen aufdecken könnten, dass man selbst eigentlich gar keine Ahnung von dem hat, was man gerade tut. Seien es Referate oder Präsentationen, Erforschungen oder Mathematik. Die meisten von uns kennen sicherlich dieses Gefühl, wenn man fest daran glaubt, dass das eigene Wissen - die eigenen Fähigkeiten - unmöglich zur Bewältigung der vor einem stehenden Aufgabe ausreichen. Tatsächlich ist dieses Syndrom vor allem an Unis weit verbreitet. Vom Hochstapler-Syndrom sind Frauen übrigens häufiger betroffen als Männer. Vor allem aber auch Menschen in Führungspositionen werden oft von diesem Syndrom heimgesucht. Eine häufige Ursache ist Perfektionismus (Quelle 4). Wenn ihr euch also mal wieder zu viel von euch erwartet, geht in euch und überlegt, welche Gedanken genau für diesen Zustand verantwortlich sind - sicherlich lässt sich so der eine oder andere Selbstzweifel vermeiden!

Hier findet ihr meine Quellen:


Welche Tipps für mehr Selbstbewusstsein habt ihr noch?





>> Gewinnspiel <<

Natürlich gibt es auch bei dieser Blogtour die Möglichkeit etwas zu gewinnen! Um einen der tollen Preise zu gewinnen, müsst ihr jeden Beitrag genau lesen, denn in jedem ist ein Buchstabe für euch versteckt. Die Buchstaben aller Beträge ergeben ein Wort, das ihr am Ende in ein Formular eingeben könnt. Und diese tollen Preise warten auf euch:

Platz 1: Ein Exemplar von "Nächstes Jahr am selben Tag" plus ein Plakat zum Buch und eine Autogrammkarte der Autorin.

Platz 2: Ein Plakat zu "Nächstes Jahr am selben Tag"


Ich wünsche euch viel Glück dabei und hoffentlich genauso viel Freude mit dem Buch, wie ich sie hatte! Die weiteren Beiträge findet ihr hier:

10.03.2017 Nine im Wahn

11.03.2017 My Books Paradise

 12.03.2017 bei mir ;)

 13.03.2017 Lovin Books

14.03.2017 Bücherwanderin

 15.03.2017 Ina's Little Bakery

 16.03.2017 Leseratten lesen

 17.03.2017 Nadine's Bücherwelt


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4 Kommentare

  1. Hallo und guten Tag,

    schwierige Frage, denn wie soll man jemanden etwas raten den man nicht kennt?
    Deshalb finde ich es extrem schwierig...quasi aus dem Blauen heraus etwas zu raten

    ....ohne irgendwelche Anhaltspunkte auf die Person ..seine Persönlichkeit...Einstellung zum Leben ...oder Aussehen... etwas zu raten.

    Deshalb lasse ich das auch hier lieber, denn etwas möglicherweise falscher raten, bringt niemanden etwas oder?

    LG..Karin..

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  2. Hallo!
    Ein sehr interesanter Beitrag liebe Meiky!
    Leider kann ich dir auch keinen Tipp geben, denn mein Selbstbewusstsein ist schon immer eher klein geraten. Ich versuche schon seit Jahren selbstbewusster zu werden, was sehr schwierig ist.
    Einzig durch meine zweijährige Zeit während der Karenz als "Journalistin" für die Bezirkszeitung konnte mir helfen, einfach bei Veranstaltungen nach vorne zu gehen und die menschen für ein Foto zusammenzutrommeln. Die ersten Male waren schlimm, aber mit der Zeit geht es und nun habe ich kaum mehr Hemmungen, wenn ich in einer Menschanansammlung plötzlich im Rampenlicht stehe, was ja jetzt eigentlich eh nicht mehr vorkommt ;)
    Liebe Grüße
    Martina
    stamplover@gmx.at

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  3. Einfach so sein wie man ist und sich nicht ärgern und niedermachen lassen!
    Habe da keien bestimmten Tipps außer wenn die Leute eine belabern einfach weiter reden lassen und immer gehen,sollten die dann jedoch Gewalt anwenden einfach zurückschlagen und sich nichts gefallen lassen.
    Gegebenenfalls verschiedene Sportarten austesten um sich so zu stärken...

    VLG..Jenny

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  4. Hallo, so was sagt sich leichter, als es ist. Aber wichtig ist der Rückhalt von Familien und Freunden, die zu einem stehen, besonders in der Öffentlichkeit und immer wieder sagen, dass man die Person so mag, wie sie ist.

    lg, Jutta

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